Reise und Mode in Aachen

Los gings am Freitag, als ich von der Arbeit heimgegangen bin und mir mitten auf der Straße eine Frau den Weg versperrt hat. Ich bins zwar gewöhnt jeden Tag auf dem Weg angepöbelt zu werden und ständig nach Geld gefragt zu werden aber das war neu. Als ich versuchte auszuweichen, holte sie ihr Baby vom Rücken (Die Babys werden hier immer auf dem Rücken getragen) und wollte es mir andrehen.

Zunächst habe ich mich an einen sehr bekannten Film über einen Filmriss erinnert, als ich aber merkte, dass sie es ernst meinte, wurde ich doch etwas verlegen. Letztlich habe ich ziemlich oft “awe!” (nein) gesagt und bin schnell ausgewischen. Im halben Laufschritt bin ich schnell zum Bus und nix wie ab. Ich dachte zwar, ich hätte hier einige knifflige Situationen erlebt, aber es kann immer wieder überraschende, neue Extremsituationen geben.

Am freitagabend war ich mit meinen Eltern auf einer “Oldies-Night” mit grosse moden XXL. Hörte sich anfangs sehr langweilig an und der Abend hielt auch, was er versprach. Zum sterben langweilig… Trotzdem war es letztlich ein recht gelungener Abend, hab nämlich bei der Verlosung ne Flasche Brandy gewonnen:)

Samstag war dann ein relativ ruhiger Tag geplant. Nachdem ich mal wieder mit Visa-Problemen rumkämpfen musste, war ich gegen mittag mal wieder bei meinem DVD-Mann, bisschen plaudern und sonst wars noch interessant die letzten Tage hier mit meiner Gastfamilie zu verbringen. Morgen kommen nämlich schon unsere Nachfolger an und ich befürchte danach geht das alles ganz schnell. Aber nun gut ich werde mich mal wieder überraschen lassen.

Da ich ja nicht mehr sonderlich lange hier bin und ab Monatag auch schon unsere Nachfolger kommen,weshalb ich dann auch noch ziemlich beschäftigt sein werde, bin ich diese Woche quasi schon auf Abschiedstour. Es gibt verschiedene Dinge, die ich noch einkaufe, Menschen, denen ich Tschüss sage und vor allen Dingen die Schule…

Mittlerweile habe ich aufgehört zu unterrichten und gehe einfach nur von Klasse zu Klasse, übernehm kurz den Unterricht, helf spontan beim Korrigieren oder plauder einfach nur ein bisschen mit den Kollegen, während die Kids arbeiten. Die meisten sind sehr traurig, dass ich gehe und ich versuche jede Sekunde noch so richtig zu genießen. Gestern hatten wir auch ein Meeting mit allen Mitarbeitern und haben eine kleine “feedback-Runde” gemacht, wobei dieses eigentlich nur aus gegenseitigen Lobeshymnen bestand. Dennoch ein sehr angenehmer und schöner Nachmittag.

Leider musste mein Vater, Clement, die Nacht von gestern auf heute im Krankenhaus verbringen. Glücklicherweise nicht im Zentralkrankenhaus, welches eher Vorkriegszustände aufweist, sondern in einer privaten Klinik, welche wirklich gut ausgestattet ist. Daher habe ich meinen gestrigen Abend bei ihm aufm Zimmer verbracht. Zum Glück war es nichts Ernstes. Er war für eine routine Untersuchung gekommen und die Ärzte wollten ihn nur für eine Nacht dabehalten. Aus Grund dessen hab ich heute morgen auch gewartet bis er heim kam, auf der Schule war man sowieso auf mein Fehlen vorbereitet, da ich ja noch eine Menge andere Dinge erledigen muss. Um zehn Uhr heute morgen bin ich schließlich doch nochmal Richtung Schule aufgebrochen.

letzter Arbeitstag beim IAP

Meine Aufgaben hier werden – so wies ausschaut – recht vielseitig sein. Zum einen habe ich angeboten morgens zu unterichten, was ich wohl auch machen werde. Meine Faecher sind englisch, mathe und science (Kombination aus Bio, Physik und Chemie, also Naturwissenschaften). Werde wahrscheinlich in den Klassen 5-7 unterrichten, da die Kinder hier vernuenftig englisch sprechen. Zum Anderen werde ich ab mittags bei der Hausaufgabenbetreuung, sowie dem korrigieren von Test helfen.

Natuerlich wird hier auch die ein oder andere Stunde fuer die Vorbereitung des Unterreichts verstreichen. Zudem will ich verschiedene Projekte mit den Kindern organisieren. Ich werde bespielsweise mit dem Sportlehrer zusammen die Fussballmanschaft der Schule betreuen, welche dann auch auf regelmaessigen Turnieren gegen andere Schulen antritt. Dazu kommt ein interessantes Musikprojekt oder verschiedene Spielereien. – Plaene sind also da, was davon wirklich stattfindet, bzw. realisierbar ist, wird sich noch heraussellen. Da will ich noch nicht so optimistisch sein, mittlerweile kenn ich Sambia..

Fuer den Rest der Woche bzw. die naechste Woche, bin ich jedenfalls sehr optimistisch. Am Freitag steht zunaechst das grosse Fussballspiel „Lehrer gegen die siebte Klasse“ an, danach judiths Geburtstag bzw. das „reinfeiern“. Samstag gehts dann mit paar Kumpels direkt weiter nach Chingola, ein Spiel der afrikanische Champions League gucken. Von da muss ich am Sonntag fruehstmoeglich zurueck und weiter mit schwarze rose seidensticker nach Kapiri, da 3 Freunde aus Tansania bis dienstagmorgen vorbeischauen. Ausserdem kann ich ab Montag anfangen den Unterricht zu besuchen und reinzuschnuppern, vielleicht sogar schon damit, Untericht zu halten. Diese Woche stehen naemlich leider Quartalstests an, so dass man momentan nur beaufsichtigen kann. Es wird uebrigens genauso schlecht gespickt und abgeschrieben wie in Deutschland;)

Heute war mein letzter Arbeitstag beim IAP. Ein halbes Jahr war ich jetzt hier und habe wirklich eine Menge erlebt. Wenn man quasi im Compound selbst lebt und arbeitet ist man sehr nah dran an den Menschen und ihren Problemen. Aber auch an gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen. Gesamt betrachtet war meine Zeit ihr doch recht veilseitig. Anfangs war es sehr schwer ueberhaupt Arbeit bzw. Anschluss zu finden. Es gab schlichtweg nicht viel zu tun hier.

Die meiste Zeit war ich bei Hausbesuchen, mit unserem Fahrer unterwegs oder habe versucht an der Schule bzw. dem Projekt fuer mental gehandicapte Kinder zu helfen. Bis Dezember stagnierte meine Arbeit regelrecht und ich hatte das Gefuehl das Projekt selbst bringt nicht grade viel Fortschritt. Dann war ich in einem wunderschoenen Suedafrikaurlaub. Es war fantastisch. Zum neuen Jahr kam ueberraschenderweise auch die Elektrizitaet in unsere Office. Dadurch wurden voellig neue Chancen eroeffnet. Durch den Gebrauch von Computern wurde die Arbeit deutlich effizienter.

Auch ich konnte jetzt viel besser mithelfen als zuvor. Ich erklaerte meinen Kollegen wie man mit PCs umgeht, konnte dienstags bei den Patienten den Blutdruck, die Temeratur und das Gewicht messen. Ausserdem mussten ja die ganzen Patientenakten in den Computer eingegeben warden. Grob ueberschlagen habe ich da etwa 2000 Patienen von der Adresse bis zur Telefonnummer (falls vorhanden) eingetragen.

Metro in Moskau – Eine Geschichte für sich

Wie als wollten uns unsere Nachbarn für die Erfahrung entschädigen, beginnt danach ein gutes Beispiel für russische Gastfreundschaft. Die Damen bieten uns Tee an. Als wir dankend den Tee ablehnen, da wir selber welchen haben, bekommen wir Plätzchen offeriert, die wir zumindest gerne probieren. Als ich schwer husten muss und mir Hustensaft einverleibe, bekomme ich sofort von einer der Damen Zitrone angeboten und kann mir eine heiße Zitrone machen.

Jede noch so kleine deutsche Vokabel, die ihnen bekannt mit Shoepassion Damen ist, wird ausprobiert. Unser russischer Honig wird kommentiert und für gut befunden, während Peer schon in einer Unterhaltung mit dem englischsprachigen Nachbarn verstrickt ist, dankend das Bier ablehnt aber gerne auf eine Zigarette mit ihm geht. Derweil ich von dem älteren Mann, der bis dato noch recht schweigsam war, auf Deutsch angesprochen werde. Er ist Ingenieur und hat fünf Jahre lang in Magdeburg gearbeitet, wohnt nun in Kiev und besucht seine Schwester in Yekaterinburg.

Wir fahren vier Stunden gemeinsam mit diesen vier Menschen im Zug, und als wir aussteigen, verabschieden wir uns herzlich voneinander, wünschen uns alles Gute, richten Grüße an die Bekannten und Verwandten aus, die in Yekaterienburg und Kazan warten und bekommen viel Glück für unsere weitere Reise gewünscht. Ich bin mir sicher, wären wir an ein gemeinsames Ziel gefahren, wir wären nicht um einen Besuch herumgekommen. Und gerne mitgekommen.

Als wir im Bus zu unserem Hostel sitzen, denke ich kurz an Moskau und mir fällt ein, dass ich völlig gehetzt und entnervt in den Zug gestiegen bin. Ich lächle entspannt, es kommt mir vor wie vor einer Ewigkeit. Ich kann mich kaum noch daran erinnern wie es war.

Wir erreichten Moskau morgens um fünf. Die Metro öffnet hier um halb sechs. Ein leichter Regen setzte ein und ein eisiger Wind ließ uns frieren. Mit uns warteten viele Hundert Menschen vor eisernen Gittern auf das Öffnen der Metro und vermittelten uns einen ersten Eindruck von einem der am stärksten in Anspruch genommenen U-Bahn Systeme der Welt.

Entgeistert bestaunten wir die Menschenmassen und waren uns sofort einig, den ersten Zug erst mal passieren zu lassen. Doch das half nichts. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Metro hier zu Stoßzeiten im Minutentakt und ansonsten in etwa dreiminütiger Taktung verkehrt. Die Züge sind immer voll. Und zwar richtig voll.

Moskau in anderem Lichte

Hallo Freunde, ihr denkt doch hoffentlich nicht, dass euer Stan seine Begeisterung an eurem Tripp verloren hat. Pah! Natürlich nicht! Nur das Kommentieren blieb aus. Wo seid ihr jetzt? Moskau scheint ihr ja verlassen zu haben. Es war spannend, mitzuerleben, WIE unterschiedlich Moskau auf euch beide gewirkt hat. Ich glaube, die unterschiedliche Wahrnehmung hatte hierbei was mit gesund oder grippig zu tun.

Mufti, wie geht es dir jetzt? Wieder fit? Habt ihr euch jetzt lange Unterhosen gekauft? Die maps-Route von Christine find ich übrigens richtig spitze! Ich freue mich schon darauf, wenn sie in einigen Wochen ein ganz anderes Maß angenommen hat! Es grüßt euch aus der langsam winterlich werdenden Heimat

Basilius-Kathedrale: Nach den ersten doch recht drastischen und bisweilen erschütternden Eindrücken, die hier von Moskau vermittelt wurden, sehe ich mich in der Pflicht, Moskau in einem anderen Lichte zu präsentieren.

Zugegeben, kommt man vom wunderschönen St. Petersburg mit basler damenbekleidung kaufen nach Moskau, ereilt einen gelinde gesagt ein Kulturschock. Hier Glanz und Gloria der Zarenzeit mit viel Zuckerguss filigran in Marmor graviert, dort der globale Herrschaftsanspruch kommunistischer Ideologie mit Hammer und Sichel in monolithischen Fels gehauen. Trotzdem ist Moskau eine der, wenn nicht gar die größte Metropole Europas, die auf alle Fälle einen zweiten Blick verdient hat.

Es mag an der grippegeschwächten Wahrnehmung meines Vorredners liegen (denn der russische Herbst ist nichts für jedermann) oder aber an der Tatsache, dass wir tatsächlich Pech mit unserem Timing hatten: Der Rote Platz wurde durch die Vorbereitungen auf ein Festival seiner Imposanz beraubt, das Lenin Mausoleum und die politische VIP-Tribüne waren komplett gesperrt, das prachtvolle Hauptportal des GUM-Kaufhauses hinter einer Bühnenkonstruktion verborgen und auch der Schneeregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt lud nicht wirklich zum Erkunden der Stadt ein. Dennoch, Moskau ist einmalig.

Moskau ist groß. Moskau ist gewaltig. Der Großraum Moskau ist mit gut 15 Mio. Einwohnern die mit Abstand größte Agglomeration Europas. Und das merkt man. Man merkt es an den Dimensionen. Jeder Weg ist weit, jede Straße breit und jede Metro voll. Moskau ist tatsächlich nicht gerade schön, aber es ist schlicht und ergreifend beeindruckend. Es ist imposant. Es vermag einen zu erschlagen. In Moskau pulsiert das Leben. Und zwar das Leben in all seinen Facetten.

Sicherlich ist die Diskrepanz zwischen den „Neuen Russen“ (also den Neureichen) und denen, die beim Systemwechsel auf der Strecke geblieben sind, nirgends so sichtbar wie in Moskau. Hier geht die Schere am weitesten auseinander. Hier gibt es nur die Extreme. Doch so ist es eben in einer Metropole.

von Sevilla nach München

 

Nachdem ich jetzt endlich auch mit dem Studium an der Uni Sevilla fertig bin, und schon seit einiger Zeit nach einem Job gesucht habe, habe ich jetzt einen interessanten Job in München als Architektin bekommen. Da dieser Job allerdings vollständig erst im November anfängt, bin ich jetzt zum Ende September schon mal in der Stadt, und hab mir hier jetzt schonmal einen Nebenjob gesucht.

Anlässlich des Oktoberfestes, habe ich mir jetzt auch ein paar Tage frei genommen und arbeite Teilzeit als Kennerin. Dabei, kann man relativ gutes Geld verdienen, weshalb ich die Auszeit natürlich gern nutze. Auch habe ich noch Kontakt zu einigen Spanien gemacht, die jetzt neu in die Stadt gezogen sind und habe ihnen letzte Woche schon mal einen Teil von München gezeigt. Ich bin sicher, dass wir in den nächsten paar Wochen auch noch mehr gemeinsam machen können. Schließlich ist es auch immer gut, einen Freundeskreis hier aufzubauen.

So gab es zum Beispiel zwei Ereignisse bei dem ich jetzt unsere Spanier mitgenommen haben, und wo wir uns alle dann auch etwas über die Deutschen unterhalten haben. Generell, finden es die anderen Spanier schwieriger, hier in München Kontakt zu finden, aber für mich ist das nicht so.

Durch meine Arbeit in den verschiedenen Architektur und Gastronomie Unternehmen und auf dem Oktoberfest mit Trachtenrock Amiga, habe ich mittlerweile so viele Leute kennen gelernt, dass ich ständig was machen könnte. Auch, ich mich ziemlich schnell an die Trachtenmode unartig Trachtenkleider in München gewöhnt, und hab schon zwei richtig schöne Dirndls mir gekauft, die sich auch sehen lassen können.

Grad wenn es um Bezug auf Dirndltrends ala stockerpoint trachtenbluse geht, habe ich festgestellt, dass Internettrends vielen Sachen häufig nachfragen gehen. In den letzten Jahren, waren zum Beispiel Farben wie Purpur oder Rosa ziemlich interessant und attraktiv. Für dieses Jahr, war das sind es sehr viele verschiedene Mischformen, die sich gut als Dirndl eignen.

Häufig richtet sich die Farbe des Dirndls auch nach einem Anlass. Dass man zum Beispiel unterwegs, um zu arbeiten und möchte von den Männern in Ruhe gelassen werden, zieht man ein anderes Dirndl an, oder tritt das da ne auch anders, als wenn man jetzt auf der Suche nach einem passenden Partner ist.

Im Bezug auf Flirt Faktor steht das Oktoberfest dabei ziemlich weit vorn. Ich habe es schon mittlerweile eine Menge von Angeboten auch erhalten, die ich allerdings fast alle ausgeschlagen habe. Trotzdem habe ich meine Telefon man einen Manager von BMW weitergegeben. Er hat gemeint, dass wir am Wochenende vielleicht mal gemeinsam einen Ausflug mit seinem BMW machen werden, und ich schau mal, was sich so dabei ergibt.

Schmucksuche in Potsdam

Es ist so ziemlich das wirtschaftliche Großereignis des Landes und daher auch von großer Bedeutung. Warum man aber dafür extra Feiertage ausruft und das auch noch eine Woche lang, ist mir schleierhaft. Naja, letztlich war es für mich/uns ganz gut, schließlich konnte ich die Mädels so auf der Tour nach Livingstone, an die „Big Falls“ begleiten.

Wir hatten eine wunderbare Zeit und wiedereinmal wurden auch mir komplett neue Perspektiven auf Dinge ermöglichst, welche ich vorher für völlig normal erachtet habe. Zum Beispiel, dass fast alle Autos hier zerbrochene Windschutzscheiben haben und sehr verrostet sind. Die meisten dieser Autos würden in Deutschland wohl grade gut genug für die Schrottpresse sein, von einer Fahrerlaubnis ganz zu schweigen. Dennoch sind die Menschen, speziell die Taxifahrer, unglaublich stolz auf diese, ihre, Autos. Sie werden gepflegt und gewaschen so oft es nur geht. Bislang habe ich das gar nicht so richtig wahrgenommen, aber jetzt wird mir bewusst, wie viel Liebe und Freude die Menschen in diese „Autos“ stecken.

Es ist ein schönes und zugleich beschämendes Gefühl zu sehen, wie sehr sich die Menschen an ihrem wenigen Besitz so freuen können. Das gleiche gilt übrigens für sehr viele öffentliche Verkehrsmittel oder auch diese ewig vielen Straßenhändler, die einem ständig gefälschte gute Pandora Schmuckbox oder „Gucci“-Taschen andrehen wollen. Meistens begegnet man ihnen mit großer Verachtung und belächelt sie insgeheim für ihre gefälschten, schlechten Waren.

Oft wird dabei übersehen, dass sie ihre Uhren, auch wenn sie keine große Lebenserwartung haben, oder was auch immer, sehr pflegen und selbst nicht viel dafür können, dass sie den „Ramsch“ verkaufen müssen. Irgendwo muss man schließlich Geld für Nahrung, Frau und Kinder herbekommen. Und daher muss man einfach auch in gewisser Hinsicht aufdringlich und nervig sein, sonst beachtet einen ja niemand.

Das ist nur eins von mehreren Beispielen, wie ich in den letzten Tagen/Wochen viele Dinge ganz anders wahrnehme, als ich es bisher getan habe. Umso mehr ich mit meinem Kopf wieder in Deutschland herumgeister und mir Gedanken um den Abschied mache, umso intensiver und differenzierter nehme ich das Leben hier wahr. Wenn ich durch die Straßen gehe kommt mir alles sehr unwirklich vor und ich fühle mich oft an meinen ersten Tage in Ndola erinnert. Das liegt sicherlich auch an dem hervorragendem Schwefelgeruch, welcher mittlerweile wieder über der Stadt liegt. Es ist Trockenzeit und die Menschen fangen an, mal wieder alles zu verbrennen, was sie finden können. Überall gibt es kleine Feuer. Mal Müll, mal Gartenabfälle und manchmal auch beides.

Ich bin jetzt mal gespannt was die letzten zweieinhalb Wochen noch so bringen werden und versuche meine Zeit so gut es geht zu genießen. Ist zwar nicht immer einfach und grade jetzt kommt mir alles sehr seltsam und irreal vor, aber nun gut, es ist trotzdem nach wie vor sehr spannend hier zu leben. Ich schreibe übrigens grade live ausm Lehrerzimmer, habe eine Freistunde.

Schlafen in Florenz? Fehlanzeige!!!

Ich bin jetzt ja doch schon ein paar Tage hier in Sambia und soetwas habe ich wirklich noch nicht erlebt. Habe auch auf der Arbeit und bei Freunden nachgefragt, ob sowas hier normal sei und beide verneinten. Einsehen wollte Mutti es zwar nicht so wirklich und die behaupten immernoch wenn man den Teufel aus Menschen raustreibt, hat das auch was mit Beten zu tun, aber das alles ist jetzt nicht mehr mein Problem, morgen frueh bin ich naemlich hier weg.

Die leittragende bei der ganzen Geschichte ist, meiner Ansicht nach, eine Tochter, einer Schwester meiner Mutter. Die beiden sind recht haufig bei uns zugegen. Ich weiss nicht ob die kein eigenes Heim haben, oder nur Langeweile. Jedenfalls hat das Maedchen starke psychische Probleme. Es laeuft fast immer auf allen vieren rum, isst fast gar nicht und ist auch sonst kaum normal ansprechbar. Sie war schon bei den verschiedensten Aerzten und alle bestaetigen das es vom Kopf her kommen muss, da es keine koerperlichen Anzeichen gibt (KEIN Malaria oder HIV oder sonst was).

Die Familie will das leider nicht war haben und schiebt kurzerhand alles auf den Teufel. Am Sonntag nach der Kirche ging es dem Maedchen dann auch seltsamerweise besser und damit war natuerlich auch gleich der Beweis fuer die Existenz des Teufels in ihrer Seele mit Patrizia Pepe Abendkleider, gefunden. Meiner Ansicht nach ist das Maedchen eine Autistin oder sowas aehnliches, da sie in ihrer eigenen (Traum-)Welt lebt. Von solchen Dingen will man aber zu Hause nichts wissen.

Naja, wie dem auch sei, morgen frueh fahre ich mit Kumpels in eine andere Stadt, um die sambische Fussbalnationalmannschaft im wichtigen Olympia – Qualifikatinsspiel gegen Ruande zu gucken. Viele Zuschauer, geschweige denn Stimmung sind wohl nicht zu erwarten. Ich freue mich aber trotzdem riesig endlich mal wieder ein Fussballspiel im Stadion zu sehen. Anschliessend werde ich auch direkt nach Ndola fahren, wo mich Patrick abholt und zu meiner neuen Familie bringt. Mein Gepaeck wird heute im Laufe des Tages schon abgeholt. Wie immer gilt: hoping the best, expecting the worst… (wobei ich ja schon weiss, dass ich mein Zimmer teilen muss… ) Sodele, wie ihr seht ist einiges los bei mir. Ich wuensche euch allen ein paar schoene erste Fruehlingstage und ein erholsames Wochenende.

Langsam aber sicher hab ich ernsthaft das Gefühl einfach nur verrückt zu werden….Angefangen hat alles am Freitag. Nachdem ich von nem halben dutzend fetter, aber dennoch stolz, fast schon arrogant wirkender Frauen mehr oder weniger aus dem Haus vertrieben wurde. Ich bins zwar gewohnt das hier ständig irgendwelche Verwandten rumlungern und ab und an mal Frauen zum Gebet kommen, aber das war echt zu viel des guten. Die haben dermaßen Lärm gemacht, das mir nur noch der verzweifelte Weg in den Pub blieb.

Dort habe ich aber paar echt coole Typen von der katholischen Universität in Sambia getroffen. Die Uni ist eine Art Elite-Uni, von daher hab ich relativ schnell Vertrauen in die Jungs gewonnen. Der Abend verlief sehr schön und ich bin zum Glück spät genug heimgekommen um die Versammlung der bekloppten Frauen zu umgehen. Am Samstag Nachmittag ging das ganze schon wieder los.

Endlich wieder Heimat!

Gestern bin ich nach fast 80! Stunden Rückreise per Fähre, motorisiertem Dreirad, Zug und Bus, endlich wieder in Ndola angekommen. Die Hinfahrt verlief optimal, so dass wir bereits donnerstags mittags in Dar ankamen. Dort war das Ganze aber dann nicht ganz so einfach, da ich keine Adresse von Fritz, bei dem wir unterkommen konnten, hatte. Daher kamen wir trotz Pünktlichkeit des Zugs erst sehr spät in unserer Unterkunft an.

War aber alles halb so schlimm und wir machten und ein paar wunderbare Tage in Dar. Eine sehr sehr vielseitige und spannende Stadt. Schon für kleine Strecken mit dem Bus, für welche ich hier in Ndola etwa 10 Minuten brauchen würde, braucht man dort fast eine Stunde. Der Verkehr ist einfach nur Wahnsinn. Viel zu viele Menschen und Autos auf den Straßen und täglich wächst die Einwohnerzahl um mehrere tausend Menschen. Mittlerweile weiß keiner mehr wie viel Millionen Menschen dort überhaupt leben.

Sonntagmorgens ging es dann mit der Fähre rüber auf Zanzibar, wo wir auch gleich zwei andere Deutsche getroffen haben. Einen von Ihnen kannte ich bereits vom Zwischenseminar, so dass der Kontakt schnell hergestellt war. Wir haben uns dann zusammen eine traumhafte Unterkunft gesucht und konnten jeden Morgen unser Frühstück bei Sonnenaufgang mit Meerblick mit gold Jette Joop Schmuck genießen.

Unternommen haben wir dort leider nicht sonderlich viel. Die meiste Zeit war relaxen am Strand bzw. an unserer Lodge angesagt. Gegen Ende sind wir noch zwei Tage nach „Stonetown“, wo es dann die berühmten engen Gässchen und Verzweigungen gibt. Ebenfalls ein sehr schöner und interessanter Ort. Insgesamt hatten wir eine wunderbare Zeit in Dar und Zanzibar. Ich habe viel erlebt und wir hatten eine Menge Spass.

Der Rückweg war allerdings weniger Spass, sondern vielmehr Abenteuer. Am Freitagmorgen um sechs Uhr sind wir in Richtung Fähre aufgebrochen. Montag um 13 Uhr war ich endlich zu Hause in Ndola. Zunächst lief alles reibungslos: Wir sind mit der Fähre von Zanzibar nach Dar gefahren und haben sogar noch ein Zugticket bekommen, welches tags zuvor noch als ausverkauft angegeben wurde. Auf halber Strecke in Tansania hatte der Zug allerdings eine ordentliche Panne und wir saßen mehr als 10 Stunden in der Pampa in Tansania fest. Auch vorher und nachher waren wir extremst langsam unterwegs, so dass wir letztlich stolze 21 Stunden Verspätung hatten. Das war sogar für mich ein neuer Rekord hier.

Heute war ich schon wieder an der Schule und habe die siebte Klasse bei ihren monatlichen Tests beaufsichtigt. Über Sinn und Unsinn dieser Tests will ich jetzt gar nicht anfangen zu berichten. An der Schule selbst ist eigentlich alles beim Alten. Außer, dass die beiden Fathers aus Ghana und den Phillipienen wieder weg sind und wir momentan nur sehr wenige Lehrer hier sind. Ist aber auf Grund der Tests nicht sonderlich schlimm, da ja eh kein normaler Unterricht stattfindet. Für die nächsten Nachmittage habe ich aber immerhin ein paar lustige Dinge als Nachmittagsbeschäftigung mit den Kindern geplant. Normalerweise gibt es nämlich meistens nur die üblichen Workshops wie zum Beispiel Kochen, Schreibmaschinen schreiben oder Stricken. Da tut den Kids ein wenig Abwechslung sicherlich ganz gut.

Theaterbesuche und noble Mode

Zum Wochenende finden bei uns aktuell wieder viele schöne Theaterstück statt und ich freu mich auch schon darauf, dass diese Theaterstücke zu besuchen. Eines dieser Theaterstücke beschäftigt sich aktuell zum Beispiel mit den afrikanischen Volksstämmen und ich finde es auch immer wieder interessant, solche Theaterstücke zu besuchen, und dann zu sehen, wie sich andere Kulturen dort präsentieren. Ein weiteres Projekt, was ich mir jetzt für dieses Wochenende vorgenommen habe, ist mir auch einmal die neue Valentino Kollektion anzuschauen.

Der Modedesigner Valentino Garavani bringt jedes Jahr verschiedene Kollektion auf den Markt, wo es dann auch sehr schöne exklusive Angebote gibt. So habe ich zum Beispiel letztens in Hamburg einige sehr schöne Kleider und Schuhe gesehen, die wirklich sehr hochwertig sind. Diese Sachen, kosten ja meistens auch richtig viel Geld, aber trotzdem schaue ich mir die Kollektionen öfters mal an.

Auch bin ich ein Freund der ganzen italienischen Luxusmode, und finde es schon beeindruckend, wie die Markenkonzerne es jedes Jahr immer wieder schaffen, ihre Kollektionen zu vermarkten. Auch meine Schwester die Luisa ist ein großer Freund von solchen italienischen Luxussachen und hatte zum Beispiel letztens im Shop nachgeschaut, was es dort für neue Kollektionen gibt. Sie sucht aktuell nach schönen Schuhen und Pumps und könnte sich deshalb auch vorstellen, dort einmal etwas mehr zu bestellen. Grad die Passionata Glamourous Strumpfgürtel sind ja auch sehr hochwertig, und eignen sich auch für viele
Anlässe.

Luisa ist auch häufig Gast in der Bremer Oper oder geht mit einflussreichen Freunden weg, da kann es dann auch nicht Schaden, wenn sie vielleicht ein paar Schuhe aus dem Valentino Onlineshop für sich kaufen. Für die kommenden Theaterspiele haben wir uns jetzt schon eine Liste von Aufführungen aufgestellt, zu den wir dieses Jahr noch gehen möchten. Im April finden zum Beispiel auch noch vier verschiedene andere Theaterstücke bei uns in der Stadt, die wir dann auch besuchen möchten.

Besonders freue ich mich dabei vor allem auf das heutige Theaterstück, das sich mit den afrikanischen Kulturen beschäftigt. Da ich immer wieder auch für das Thema zu begeistern bin, finde ich es auch interessant, dann Theaterstücke aus der Umgebung zu sehen, und zu sehen, wie sich dann auch die afrikanischen Kulturen zeigen. Ich war vor ein paar Jahren auch schon mal in Afrika gewesen und fand den Kontinent sehr schön. Eventuell fahre ich auch dieses Jahr mit meinem Mann wieder nach Südafrika, aber das sind dann erstmal von unserer Urlaubsplanung und auch vom Budget ab.

Auch soll es jetzt bald ein neues Theaterstück einen der Oper Zürich geben, auf die sich mich ziemlich freue. Da ich in den nächsten paar Wochen auch ziemlich viel in Zürich auf Geschäftsreisen sein werde, gibt es dann auch viele Möglichkeiten sich dieses Theaterstück anzuschauen und auch mal das lebendige Nachtleben von Zürich besser zu entdecken.

Studium in Ägypten

Für ein paar Monate werde ich jetzt zum Studium nach ägypten aufbrechen, bin schon ziemlich gespannt, was mich dort in dem Land aber tut. Für das ägypten Studium hatte ich mich bereits vor ein paar Monaten entschieden, und bin schon sehr darauf gespannt, wie die Zeit dort wird, und was man alles so in ägypten lernen kann. Obwohl die letzten paar Monate bei uns an der Uni Göteborg ziemlich stressig waren, freue ich mich schon sehr das Studium dann Angriff zu nehmen.

Nachdem es in den letzten Monaten wieder einige Unruhen in Ägypten gab, scheint es jetzt wieder ruhiger in dem Land geworden zu sein. Ich hoffe daher, dass ich durch mein Studium an der Uni Alexandria genügend Möglichkeiten habe, wir einmal das Land anzuschauen und dann auch einen Einblick in die ägyptische Kultur zu bekommen.

Da ich auch Ingenieurwesen studierte, möchte ich neben den ganzen Ingenieurfähigkeiten auch Arabisch lernen und glaube, dass mir dieses Studium auch helfen wird, später mal eine gut bezahlte Arbeitsstelle zu finden. Schließlich ist es aktuell so, dass Ingenieure auch in Saudi Arabien und in Dubai sehr stark gesucht werden und dabei auch eine gute Bezahlung erhalten.

Zusätzlich dazu habe ich mir schon mal bei Karneval Megastore Gutschein ein paar ägyptische Sachen angeschaut. Da ich gehört habe, dass man in ägypten besser nicht auffallen sollte, wäre es für mich schon ganz gut, jetzt auch noch ein paar typisch ägyptische Trachten zu holen.

Zwar könnte ich auch in Alexandria nach solchen Sachen suchen, ich finde es schon hier gut wie vor der Reise mich auch umzuschauen. Auch soll es bald in ägypten so etwas wie einen kleinen Karneval geben, weshalb ich auch philipp plein Herren schon mal nachgeschaut habe. Zwar werde ich den Großteil meiner Zeit auch damit verbringen um meine Sprachkenntnisse zu erweitern und mit meinen Kommilitonen an Technikprojekten zu arbeiten.

Trotzdem gibt es allerdings auch bestimmt mal die Möglichkeit abends in Alexandria weg zu gehen und dort ein paar der Diskotheken kennen zu lernen. Deiche auch sehr gerne tauchen gehen, freue ich mich natürlich auch regelmäßig meine Tauch Kurse dort zu machen und dann auch nach Sharm el Sheikh zu fahren.

Besonders an den Wochenenden soll es von Alexandria aus auch viele Möglichkeiten geben und die Tauch Gebiete rund um das Rote Meer zu erkunden und dann auch auf zahlreiche Safaris zu gehen. Zwar wird von solchen Reisen aktuell noch gemeint, ich hoffe, dass sich die Sicherheitslage irgendwann auch wieder beruhigt. Ansonsten habe ich Skull Philipp Plein T-Shirt jetzt nach passende die Shirts für die Reise geholt und freue mich schon darauf in ein paar Tagen los zu fliegen.

Die letzte Nachricht, die ich jetzt in der FAZ gelesen habe war, dass der ehemalige Präsident Mursi bald vor Gericht gestellt werden soll. Ich hoffe, dass dann auch die ganzen Unruhen zu Ende gehen und man sich dann auch wieder frei bewegen kann.