Endlich wieder Heimat!

Gestern bin ich nach fast 80! Stunden Rückreise per Fähre, motorisiertem Dreirad, Zug und Bus, endlich wieder in Ndola angekommen. Die Hinfahrt verlief optimal, so dass wir bereits donnerstags mittags in Dar ankamen. Dort war das Ganze aber dann nicht ganz so einfach, da ich keine Adresse von Fritz, bei dem wir unterkommen konnten, hatte. Daher kamen wir trotz Pünktlichkeit des Zugs erst sehr spät in unserer Unterkunft an.

War aber alles halb so schlimm und wir machten und ein paar wunderbare Tage in Dar. Eine sehr sehr vielseitige und spannende Stadt. Schon für kleine Strecken mit dem Bus, für welche ich hier in Ndola etwa 10 Minuten brauchen würde, braucht man dort fast eine Stunde. Der Verkehr ist einfach nur Wahnsinn. Viel zu viele Menschen und Autos auf den Straßen und täglich wächst die Einwohnerzahl um mehrere tausend Menschen. Mittlerweile weiß keiner mehr wie viel Millionen Menschen dort überhaupt leben.

Sonntagmorgens ging es dann mit der Fähre rüber auf Zanzibar, wo wir auch gleich zwei andere Deutsche getroffen haben. Einen von Ihnen kannte ich bereits vom Zwischenseminar, so dass der Kontakt schnell hergestellt war. Wir haben uns dann zusammen eine traumhafte Unterkunft gesucht und konnten jeden Morgen unser Frühstück bei Sonnenaufgang mit Meerblick mit gold Jette Joop Schmuck genießen.

Unternommen haben wir dort leider nicht sonderlich viel. Die meiste Zeit war relaxen am Strand bzw. an unserer Lodge angesagt. Gegen Ende sind wir noch zwei Tage nach „Stonetown“, wo es dann die berühmten engen Gässchen und Verzweigungen gibt. Ebenfalls ein sehr schöner und interessanter Ort. Insgesamt hatten wir eine wunderbare Zeit in Dar und Zanzibar. Ich habe viel erlebt und wir hatten eine Menge Spass.

Der Rückweg war allerdings weniger Spass, sondern vielmehr Abenteuer. Am Freitagmorgen um sechs Uhr sind wir in Richtung Fähre aufgebrochen. Montag um 13 Uhr war ich endlich zu Hause in Ndola. Zunächst lief alles reibungslos: Wir sind mit der Fähre von Zanzibar nach Dar gefahren und haben sogar noch ein Zugticket bekommen, welches tags zuvor noch als ausverkauft angegeben wurde. Auf halber Strecke in Tansania hatte der Zug allerdings eine ordentliche Panne und wir saßen mehr als 10 Stunden in der Pampa in Tansania fest. Auch vorher und nachher waren wir extremst langsam unterwegs, so dass wir letztlich stolze 21 Stunden Verspätung hatten. Das war sogar für mich ein neuer Rekord hier.

Heute war ich schon wieder an der Schule und habe die siebte Klasse bei ihren monatlichen Tests beaufsichtigt. Über Sinn und Unsinn dieser Tests will ich jetzt gar nicht anfangen zu berichten. An der Schule selbst ist eigentlich alles beim Alten. Außer, dass die beiden Fathers aus Ghana und den Phillipienen wieder weg sind und wir momentan nur sehr wenige Lehrer hier sind. Ist aber auf Grund der Tests nicht sonderlich schlimm, da ja eh kein normaler Unterricht stattfindet. Für die nächsten Nachmittage habe ich aber immerhin ein paar lustige Dinge als Nachmittagsbeschäftigung mit den Kindern geplant. Normalerweise gibt es nämlich meistens nur die üblichen Workshops wie zum Beispiel Kochen, Schreibmaschinen schreiben oder Stricken. Da tut den Kids ein wenig Abwechslung sicherlich ganz gut.