letzter Arbeitstag beim IAP

Meine Aufgaben hier werden – so wies ausschaut – recht vielseitig sein. Zum einen habe ich angeboten morgens zu unterichten, was ich wohl auch machen werde. Meine Faecher sind englisch, mathe und science (Kombination aus Bio, Physik und Chemie, also Naturwissenschaften). Werde wahrscheinlich in den Klassen 5-7 unterrichten, da die Kinder hier vernuenftig englisch sprechen. Zum Anderen werde ich ab mittags bei der Hausaufgabenbetreuung, sowie dem korrigieren von Test helfen.

Natuerlich wird hier auch die ein oder andere Stunde fuer die Vorbereitung des Unterreichts verstreichen. Zudem will ich verschiedene Projekte mit den Kindern organisieren. Ich werde bespielsweise mit dem Sportlehrer zusammen die Fussballmanschaft der Schule betreuen, welche dann auch auf regelmaessigen Turnieren gegen andere Schulen antritt. Dazu kommt ein interessantes Musikprojekt oder verschiedene Spielereien. – Plaene sind also da, was davon wirklich stattfindet, bzw. realisierbar ist, wird sich noch heraussellen. Da will ich noch nicht so optimistisch sein, mittlerweile kenn ich Sambia..

Fuer den Rest der Woche bzw. die naechste Woche, bin ich jedenfalls sehr optimistisch. Am Freitag steht zunaechst das grosse Fussballspiel „Lehrer gegen die siebte Klasse“ an, danach judiths Geburtstag bzw. das „reinfeiern“. Samstag gehts dann mit paar Kumpels direkt weiter nach Chingola, ein Spiel der afrikanische Champions League gucken. Von da muss ich am Sonntag fruehstmoeglich zurueck und weiter mit schwarze rose seidensticker nach Kapiri, da 3 Freunde aus Tansania bis dienstagmorgen vorbeischauen. Ausserdem kann ich ab Montag anfangen den Unterricht zu besuchen und reinzuschnuppern, vielleicht sogar schon damit, Untericht zu halten. Diese Woche stehen naemlich leider Quartalstests an, so dass man momentan nur beaufsichtigen kann. Es wird uebrigens genauso schlecht gespickt und abgeschrieben wie in Deutschland;)

Heute war mein letzter Arbeitstag beim IAP. Ein halbes Jahr war ich jetzt hier und habe wirklich eine Menge erlebt. Wenn man quasi im Compound selbst lebt und arbeitet ist man sehr nah dran an den Menschen und ihren Problemen. Aber auch an gesellschaftlichen Problemen und Herausforderungen. Gesamt betrachtet war meine Zeit ihr doch recht veilseitig. Anfangs war es sehr schwer ueberhaupt Arbeit bzw. Anschluss zu finden. Es gab schlichtweg nicht viel zu tun hier.

Die meiste Zeit war ich bei Hausbesuchen, mit unserem Fahrer unterwegs oder habe versucht an der Schule bzw. dem Projekt fuer mental gehandicapte Kinder zu helfen. Bis Dezember stagnierte meine Arbeit regelrecht und ich hatte das Gefuehl das Projekt selbst bringt nicht grade viel Fortschritt. Dann war ich in einem wunderschoenen Suedafrikaurlaub. Es war fantastisch. Zum neuen Jahr kam ueberraschenderweise auch die Elektrizitaet in unsere Office. Dadurch wurden voellig neue Chancen eroeffnet. Durch den Gebrauch von Computern wurde die Arbeit deutlich effizienter.

Auch ich konnte jetzt viel besser mithelfen als zuvor. Ich erklaerte meinen Kollegen wie man mit PCs umgeht, konnte dienstags bei den Patienten den Blutdruck, die Temeratur und das Gewicht messen. Ausserdem mussten ja die ganzen Patientenakten in den Computer eingegeben warden. Grob ueberschlagen habe ich da etwa 2000 Patienen von der Adresse bis zur Telefonnummer (falls vorhanden) eingetragen.